Heinrich Wewers

 Zur Erinnerung / Mahnung    + 17.01.1944


 
Der Bäcker- und Konditormeister, Heinrich Wewers, wurde geboren am 07. Mai 1909 zu Oer-Erkenschwick.

Zum Gedenken :
 
Zum Gedenken an den in Gott ruhenden
 
Grenadier
Heinrich Wewers
 

Mit unseren Gedanken immer bei ihm und mit großer Sehnsucht seinen Urlaub erwartend, traf uns mitten in unserem Hoffen und Sehnen die tieferschütternde, schmerzliche Nachricht, dass mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater meines Kindes, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter, der Grenadier Heinrich Wewers im Alter von fast 35 Jahren am 17. Januar 1944 südlich Leningrad als tapferer Soldat für die Freiheit unserer schönen Heimat im Kampf gegen die bolschewistische Flut sein junges Leben lassen musste. In Bigalewo, in der Nähe von Krassnoje-Selo, wurde er zur letzten Ruhe gebettet.

In unsagbarem Leid:    
Klementine Wewers und Kind Karl-Heinz 
Familie Wewers, Familie Geismann
und alle Anverwandten.

Oer-Erkenschwick, den 27.März 1944

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Todesnachricht : Feldpost 10.03.1944

Gross, Hptfw.                                                                           Im Felde, den 10.3.1944
18883 E

Sehr geehrte Frau Wewers!

Im Auftrag meines Komp.-Chefs, der zur Zeit noch bei den schweren Abwehrkämpfen im Nordabschnitt eingesetzt ist, habe ich die traurige Pflicht, Sie von dem Heldentod Ihres Gatten, des Grenadiers Heinrich Wewers, zu benachrichtigen.
Bei den schweren Abwehrkämpfen südlich Leningrad starb Ihr Gatte am 17.01.1944 in vorbildlicher Pflichterfüllung den Soldatentod. Während eines russischen Angriffs schlug eine Granate in seiner Nähe ein. Grantsplitter am Kopf und in der Brust führten den sofortigen Tod herbei. 
Zu dem schweren Verlust, der Ihnen den Gatten genommen hat, spreche ich Ihnen im Namen des Komp.-Chefs sowie im Namen der ganzen Kompanie meine herzlichste Anteilnahme aus. Möge Ihnen das Bewusstsein, dass Ihr Gatte als tapferer Soldat für die Freiheit unserer schönen Heimat im Kampf gegen die bolschewistische Flut, sein junges Leben ließ, Trost und Stärke bieten. Die Kompanie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

In Pigalewo, in der Nähe von Brassmoje-Selo fand er seine letzte Ruhestätte.
Ich grüße in aufrichtiger Anteilnahme.

                                                                                        (Heil Hitler)
                                                                                        Gross
                                                                                        Hauptfeldwebel

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Ein letzter Brief, den sein Adressat nicht  mehr erhielt.

                                                                                           Montag, den 7.03.1944

 

Mein lieber Heini und guter Vater!

Noch einmal will ich mein Glück versuchen, um Dir lieber Vater einen Gruß von Deinem liebgewonnenen Kinde und Deiner stets treuen Mutti zu schicken. Schon wieder sind wir eine Woche weiter, so dass die achte Woche angefangen ist. Wird unser Gebet nicht mehr erhört werden? Ach lieber Heini, schick uns beiden doch noch einmal ein Wort, ich hab Euch lieb.
Tag und Nacht denken , denken wir nur an Dich lieber Vater, wie mag es sein, ach könnt ich in meiner und Deiner Not zu Dir nur fünf Minuten einen Blick wenden. Dann würden die seelischen Leiden geheilt und mein Wunsch wäre erfüllt.
Gestern waren wir bei Zissi, auch sie nahm Abschied mit ihren zwei lieben Kindern. Sie wird verschickt nach Detmold, traurig-traurig. Warum muss alles so kommen, die Zeit des Lebens ist so kurz. Des Nachts haben wir bei Bollerott`s geschlafen, denn Maria und Hilde waren auch mit. Wenn man unter anderen Menschen ist, dann wird der schwere Schmerz etwas gelindert, durch die Ablenkung. Frau Steiner wird gleich noch kommen, denn sie hat für mich zur Einheit geschrieben. Das es von Wehr-Kommando aus gestempelt würde, wollte sie für mich sorgen.
Karl-Heinz sagt immer Mutter weine nicht, unser liebe Vater lebt noch, bald wird er schreiben, aber wann?
Ja, lieber Heini, kann ich noch Hoffnung haben? Lebst Du noch unter uns, oder ist unser Glück für immer zerstört? Nein, es kann und darf nicht sein.

Nun lieber Vater leb wohl, es grüßen und küssen Dich in stillem hoffnungsvollem Warten Deine treue

                                                                                            Mutti u. Dein liebes Kind

Karl-Heinz übt sich tüchtig im Schreiben, er schreibt ganz deutlich lieber Vater und Deine Feldpost mit Adresse. Er ist so gewachsen und ein schmuckes Kerlchen.

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(C) by   Karl Heinz Wewers