Auf den folgenden Seiten wollen wir der gefallenen und vermissten Oer-Erkenschwicker Soldaten des II. Weltkrieges gedenken. Ihr Tod, ihre Gräber sollen uns gleichzeitig Mahnung sein gegen Gewalt und Krieg.

Es war eine schlimme Zeit. Viele ältere Mitbürger erinnern sich noch daran. Den jüngeren Mitbürgern kann vielleicht durch das Gedenken an unsere Gefallenen etwas von der damaligen Not vermittelt werden.

Viele Frauen verloren ihren Ehemann und viele Kinder ihren Vater. Viele Familien verloren in kurzer Zeit sogar zwei oder drei Söhne. Es bestand unendliches Leid und tief empfundener Schmerz.

Oer-Erkenschwick hatte zu Beginn des Krieges rd. 15.400 Einwohner. Davon sind mehr als 670 Oer-Erkenschwicker Soldaten im Krieg gefallen bzw. vermisst. Bis jetzt sind hier 677 Gefallene und Vermisste erfasst.

Anstelle der sonst üblichen Auflistung der Gefallenen wurde hier der Versuch gemacht, möglichst viele der Gefallenen in Bild und Schrift darzustellen, um so ein persönliches Bild von ihnen zu bekommen. Leider wird dieses bei allen Gefallenen und Vermissten nicht mehr möglich sein. Durch akribische Nachforschungen konnten bis jetzt dennoch  knapp 50% der Gefallenen und Vermissten mit Texten, oder Bildern und Texten festgehalten werden.

Ein besonderer Dank gilt hier meinem verstorbenen früheren Lehrer und Heimatforscher Karl Kollmann, dem Stadtarchiv Oer-Erkenschwick und dem "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V."
Karl Kollmann hatte im Krieg einen Ordner angelegt, indem er die Todesnachrichten aller Oerer gesammelt hat. Dieser Ordner wurde mir vom Stadtarchiv zur Auswertung zur Verfügung gestellt. Auch durch den online Gräbernachweis des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde die Arbeit erheblich erleichtert.

Meine Motivation zu dieser Arbeit entspringt der Tatsache, dass auch mein Vater, Heinrich Wewers, im Krieg sein Leben lassen musste.

Sollten Sie noch über Fotos, Totenbriefe, Feldpostbriefe o.ä.  unserer Gefallenen verfügen, bitten wir Sie, uns diese zur Verfügung zu stellen, damit wir sie hier in die Veröffentlichung mit einbeziehen können.
Nach der Bearbeitung erhalten Sie die Unterlagen umgehend zurück.

Karl-Heinz Wewers
Telefon 02368 1839

Für diese Arbeit wurde Karl-Heinz Wewers vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit der Spinoza-Medaille ausgezeichnet.