Presseberichte zu unserer Web-Präsens

 

Der Artikel ist erschienen in der Zeitschrift:
„Oer-Erkenschwick erleben" ,
 
Ausgabe 3/2006
geschichte & geschichten

Frühpensionär Karl-Heinz Wewers gestaltet mit viel Wissen und Begeisterung Internetseiten

An der Wand erinnern gerahmte Fotos an die Ahnen. Auf dem Schreibtisch ist viel Platz, nur Bildschirm und Tastatur stehen stets bereit. In seinem Arbeitszimmer hat Karl-Heinz Wewers Geschichte und Geschichten aus Oer-Erkenschwick und Umgebung für das Internet aufbereitet, www.geschichte.stimbergstadt.de ist die Eintrittskarte für die Zeitreise.

„Das Material reicht von der Eiszeit bis in die Gegenwart", erzählt der 68-Jährige stolz und fügt lächelnd hinzu: „Die Recherche ist natürlich einfacher, wenn die Ereignisse zeitlich nicht so weit zurückliegen!"

Beispiele für Wewers Recherchekunst gefällig? Bitteschön: Warum hat sich die Äbtissin von Flaesheim mit den Bauern aus Oer gestritten? Wie reagierte der Kurfürst, als sich Jäger Hermann Bockelkamp über den schlechten Zustand der Diller Mark beklagte? Was geschah, als sich Kötter Tillmann heimlich im Steinbruch auf dem Stimberg bediente? Die Antworten gibt's natürlich auch unter www.geschichte.stimbergstadt.de .

Das Interesse bei Karl-Heinz Wewers für spannende Geschichten aus der Geschichte hat bereits Klassenlehrer Karl Kollmann geweckt. „Bei ihm haben wir mehr gelernt als Schreiben und Rechnen", erinnert sich der Heimatforscher und erzählt von dem Prototyp eines vorbildlichen Lehrers: „Statt Urlaub zu machen, hat er mit uns in den Ferien tolle Zeltlager am Halterner See veranstaltet. Wir sind gewandert, haben in der Haard gekocht und nebenher viel über Land, Leute und Vergangenheit erfahren."

Mit dem Internet setzt sich der Betriebswirt seit seiner Frühpensionierung auseinander. „Als ich mit 50 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand musste, hat mir die Beschäftigung mit der neuen Technik über viele Probleme hinweggeholfen." Das Computerzeitalter hat er im Beruf noch miterlebt - „besonders die Excel-Tabellen" sagt er.
Die Technikbegeisterung liegt in der Familie. Beide Söhne haben Informatik studiert. Sie unterstützten damals die ersten Versuche einer eigenen Internetseite. „Den Rest liest man sich an und probiert aus!"

Vier Internet-Auftritte mit lokalhistorischen Themen hat Karl-Heinz Wewers schon aufgebaut:
Die Webpräsenz zu http://www.schultehubbert.stimbergstadt.de/sh-index.htm ist ein sehr persönliches Projekt: „Meine Mutter stammt aus der Vorfahrenreihe der Familie ab." Der Frührentner hat zuvor viele Jahre Ahnenforschung betrieben und gemeinsam mit seinen Freunden Klaus Winter und Dr. Bernhard Becker die Geschichte des Hofes bis 1298 zurückverfolgt. Nach der umfangreichen Recherche in der virtuellen Welt gab es schließlich ganz real ein großes Sippenfest: „Angehörige aus ganz Deutschland, sogar aus Österreich und England, haben sich getroffen." Wewers ist noch heute beeindruckt. „Wir waren mehr als 200 Personen."

 

Die Webpräsenz www.stimbergstadt.de ist 1999 ins Netz gegangen. Dort sind historische und aktuelle Stadtinformationen zu finden. „Es ist selbstverständlich, dass unser Bürgermeister mit einem Grußwort vertreten ist." Diese Seite war sogar noch vor der offiziellen Stadtseite online. Beide Webpräsenzen sind heute miteinander verlinkt. „Mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung kann man gut zusammenarbeiten", sagt Wewers.

Der Heimatverein hilft Karl-Heinz Wewers mit viel Fachwissen und gut recherchierten Informationen: „Auf der Internet-Seite www.geschichte.stimbergstadt.de sind Texte von Gerhard Clarenbach, Hans Georg Kollmann und Ulrich Müter." Die Wissensmenge ist riesig: Artikel sind übergreifend nach Jahrhunderten gegliedert. Es gibt Quellenangaben zu den Texten und das Bildarchiv umfasst historische Fotos, alte Ansichtskarten und Luftaufnahmen.
Auch die ausgezeichneten Kindheitserinnerungen des Schriftstellers und ehemaligen Oer-Erkenschwickers Hans Dieter Baroth sind hier nachzulesen.
Auch Karl-Heinz Wewers ist ausgezeichnet: mit der Spinoza-Medaille. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ehrt damit Wewers Online-Übersicht über die Gefallenen Oer-Erkenschwicks im Zweiten Weltkrieg. „Mir war es wichtig, diesen Menschen zusätzlich zu ihren Namen und Daten ein Gesicht zu geben und sie damit im übertragenen Sinne wieder ein wenig lebendig werden zu lassen", erklärt der Heimathistoriker. http://www.stimbergstadt.de/Krieg/index-krieg.htm

Der große Erfolg der Internetseiten zeigt sich in den elektronischen Gästebüchern. Sogar aus den USA und aus Kanada haben ehemalige Oer-Erkenschwicker ihrer Heimat einen virtuellen Besuch abgestattet.

Sobald ein Internetprojekt fertig gestellt ist, juckt es Wewers wieder in seinen Programmierfingern: „Meist zieht ein Projekt gleich das andere nach sich." Ideen sind da: „Als nächstes reise ich in die Familiengeschichte meines Vaters, der aus Holland zuerst nach Schermbeck und später nach Oer gekommen ist?" Wir sind gespannt ...www.stimbergstadt.de/Wewers/index-wewers.htm

 

Von: Ramona Vauseweh

Karl-Heinz Wewers
Oderstraße 13,
45739 Oer-Erkenschwick
Tel.: 0 23 68 / 18 39

www.geschichte.stimbergstadt.de
www.stimbergstadt.de
http://www.schultehubbert.stimbergstadt.de/sh-index.htm

3/2006 Oer-Erkenschwick erleben