Die reguläre NBA-Saison biegt gerade auf die Zielgerade ein, trennt uns doch noch etwa ein Monat von den voraussichtlich Mitte April beginnenden Play-offs. Dabei kristallisiert sich immer heraus, dass nicht mehr nur das reine sportliche Talent das dominierende Gesprächsthema abseits des Parketts darstellt. Denken Sie hier etwa an die diesjährigen MVP-Awards – auf dem Weg zu seiner seriösen NBA Prognose hierfür kommen Sie nicht um eine unbarmherzige Mathematik herum.
Genauer gesagt, geht es um jene der Spielerverfügbarkeit, und Sie müssen sich aufgrund des sogenannten 65-Spiele-Gesetzes damit auseinandersetzen. Auch, sofern dieser vorhanden ist, wirbelt dieser den Markt für den Most Valuable Player (MVP) in dieser Saison massiv durcheinander. Was wiederum die Buchmacher gleichermaßen wie die Fans und Wettliebhaber vor völlig neue Herausforderungen stellt.
Die Tücken der neuen Verfügbarkeits-Mathematik
Im Kern besagt die im CBA, dem Collective Bargaining Agreement, der Saison 2023/24 eingeführte Regelung, dass ein Akteur auf dem Weg zu einer prestigeträchtigen Auszeichnung am Saisonende mindestens 65 Partien absolviert haben muss. Und nur kurz auf dem Parkett zu stehen, reicht dabei keinesfalls aus, denn der Spieler muss mindestens 20 Minuten lang mitgewirkt haben.
Und ja, es gibt im Zuge dessen schon auch minimale Toleranzen, wobei etwa bis zu zwei Partien mit nicht weniger als einer Viertelstunde Einsatzzeit angerechnet werden. Es handelt sich jedoch ebenfalls um eine verhältnismäßig strikte Grenze, welche kaum ein Verletzungspech verzeiht. Bei einem Blick auf die Geschichte der NBA zeigt sich, dass seit 1955 fast alle MVP-Gewinner ohnehin mehr als 65 Spiele bestritten.
Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass in der extrem verdichteten modernen NBA das Erreichen dieser Marke für viele hochbelastete Superstars heute jedoch einem wahren Überlebenskampf gleicht.
SGA und Jokić duellieren sich in einem Rennen am seidenen Faden
Wir befinden uns also rund einen Monat vor dem Auftakt der Play-offs und an der Spitze des aktuellen MVP-Rennens liefern sich der amtierende MVP Shai Gilgeous-Alexander und Nikola Jokić ein packendes Duell. Für SGA spricht, dass er die Oklahoma City Thunder derzeit zur besten Bilanz der Liga orchestriert. Mehr noch, denn er stellte kürzlich Wilt Chamberlains legendären Rekord von 126 aufeinanderfolgenden 20-Punkte-Spielen ein.
Allerdings beläuft sich nach Verletzungspausen sein Puffer noch auf eine Handvoll Spiele, bevor er die Kriterien verfehlt. Doch alles andere als weniger dramatisch stellt sich die Lage bei Jokić dar. Verpasste doch der Serbe mit Stand Mitte März nicht weniger als 16 Spiele. Und deshalb ist er automatisch disqualifiziert, wenn er im restlichen Saisonverlauf auch nur eine einzige weitere Partie verfasst.
So steht es um die Nachrücker
Weitere etablierte Top-Stars wie Joel Embiid, Giannis Antetokounmpo oder Stephen Curry sind aufgrund von Verletzungen längst rechnerisch aus dem Rennen. Auch aus diesen Gründen wittern nun, angefangen bei Luka Dončić, andere Stars ihre Chance. Der Slowene der Los Angeles Lakers, der erst am 12. März mit 51 Punkten, zehn Rebounds und neun Assists gegen die Chicago Bulls glänzte, dominiert individuell auf höchstem Niveau.
Doch auch etwa Victor Wembanyama (San Antonio Spurs) und Cade Cunningham (Detroit Pistons) rücken nach oben. Denn sie werden die 65-Spiele-Hürde aller Voraussicht nach souverän meistern. Auch Jaylen Brown von den Boston Celtics mischt sich lautstark in die Debatte ein und fordert im Zuge dessen mehr Anerkennung.
| Spieler | Team | Punkte (PPG) | Rebounds (RPG) | Assists (APG) |
| Shai Gilgeous-Alexander | Oklahoma City Thunder | 31,8 | 4,5 | 6,6 |
| Nikola Jokić | Denver Nuggets | 28,7 | 12,7 | 10,4 |
| Luka Dončić | Los Angeles Lakers | 32,9 | 7,9 | 8,5 |
| Victor Wembanyama | San Antonio Spurs | 24,2 | 11,1 | 2,9 |
| Cade Cunningham | Detroit Pistons | 24,8 | 5,6 | 10,0 |
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