Zahlungen im Internet erfordern sichere und flexible Lösungen. PayPal ist zwar weit verbreitet, doch nicht immer die beste Wahl. Unterschiedliche Anforderungen, Gebühren und Datenschutzwünsche machen Alternativen attraktiv. Der deutsche Markt verfügt über zahlreiche Bezahldienste, die je nach Bedarf Vorteile gegenüber PayPal haben.
Auswahlkriterien für Bezahldienste
Bei der Entscheidung für einen Zahlungsdienst spielen mehrere Aspekte eine Rolle:
- Sicherheit: Schutz sensibler Daten durch Verschlüsselung und Authentifizierung.
- Kosten: Transaktionsgebühren, Währungsumrechnungen und mögliche Zusatzkosten.
- Anwendungsbereich: Eignung für Online-Shops, private Überweisungen oder wiederkehrende Zahlungen.
- Benutzerfreundlichkeit: Einfache Einrichtung und komfortable Nutzung.
Überblick: Die wichtigsten PayPal-Alternativen in Deutschland
giropay
giropay ist ein bankenbasiertes Online-Zahlungsverfahren, das auf dem bestehenden Online Banking der Nutzer aufbaut. Eine zusätzliche Registrierung ist nicht erforderlich. Vor alle, im E-Commerce und im Bereich Glücksspiel, etwa für Ein- und Auszahlungen in Online Casinos, ist giropay weit verbreitet. Die hohe Akzeptanz und die direkte Anbindung an deutsche Banken machen giropay zu einer guten Option.
Vorteile:
- Direkte Zahlungsbestätigung
- Hohe Sicherheitsstandards
- Keine Weitergabe sensibler Daten an Dritte
Nachteile:
- Kein klassischer Käuferschutz
- Nutzung auf Deutschland beschränkt
Klarna
Klarna bietet flexible Zahlungsoptionen wie Rechnungskauf, Ratenzahlung und Sofortüberweisung. Für Händler übernimmt Klarna das Ausfallrisiko, während Konsumenten von einem Käuferschutz profitieren. Die flexible Gestaltung der Zahlungsmodelle kann die Kaufbereitschaft erhöhen.
Vorteile:
- Flexible Zahlungsmodelle
- Käuferschutz
- Hohe Akzeptanz im E-Commerce
Nachteile:
- Mögliche höhere Gebühren für Händler
- Datenschutzbedenken
SEPA-Lastschrift und Überweisung
SEPA-Lastschrift und Überweisung sind europaweit standardisierte Banktransaktionen. Sie haben eine transparente Kostenstruktur und hohe Sicherheit, da die Abwicklung direkt über die Hausbank erfolgt.
Vorteile:
- Geringe bis keine Gebühren
- Hohe Sicherheit
- Direkte Bankabwicklung
Nachteile:
- Längere Bearbeitungszeiten
- Eingeschränkter Käuferschutz
Kreditkarten
Kreditkarten ermöglichen schnelle und flexible Zahlungen online und im stationären Handel. Viele Karten verfügen über zusätzliche Leistungen wie Bonussysteme oder Versicherungen.
Vorteile:
- Globale Akzeptanz
- Integrierter Käuferschutz
- Schnelle Abwicklung
Nachteile:
- Potenziell höhere Gebühren für Händler
- Nicht jeder Nutzer verfügt über eine Kreditkarte
Google Pay und Apple Pay
Mobile Bezahldienste wie Google Pay und Apple Pay gewinnen in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Sie ermöglichen das kontaktlose Bezahlen per Smartphone oder Smartwatch und setzen auf moderne Sicherheitsmechanismen.
Vorteile:
- Schnelle und sichere Zahlungen
- Keine Weitergabe der Kartendaten
- Einfache Nutzung
Nachteile:
- Erfordert kompatible Endgeräte
- Akzeptanz noch nicht flächendeckend
Skrill und Neteller
Skrill und Neteller sind E-Wallets, die insbesondere für internationale Zahlungen relevant sind. Aber auch im iGaming Bereich genauso beliebt sind wie das giropay Casino. Sie ermöglichen schnelle Online-Überweisungen und bieten Prepaid-Karten-Optionen an.
Vorteile:
- Schnelle Transaktionen
- Prepaid-Karten-Optionen
- Einfache Handhabung
Nachteile:
- Gebühren für Ein- und Auszahlungen
- Geringere Akzeptanz im deutschen Einzelhandel
Prepaid-Karten
Bei Prepaid-Karten hat man die volle Kostenkontrolle, da nur das aufgeladene Guthaben genutzt werden kann. Sie sind ohne Schufa-Prüfung erhältlich und eignen sich für Personen mit eingeschränkter Bonität.
Vorteile:
- Schutz vor Überziehung
- Anonymität
- Einfache Aufladung
Nachteile:
- Mögliche Gebühren
- Eingeschränkte Akzeptanz
| Zahlungsdienst | Hauptanwendungsbereich | Transaktionskosten (Durchschnitt) | Sicherheit (Merkmale) | Käuferschutz |
| giropay | E-Commerce | Variabel (Händler) | Bankstandards, TAN-Verfahren | Nein |
| Klarna | Online-Shops | Variabel (Händler) | Bonitätsprüfung, Käuferschutz | Ja |
| SEPA-Lastschrift | Banktransaktionen | Gering (0–0,5 €) | Bankstandards, Autorisierung | Begrenzt |
| Kreditkarten | Global, Online/Offline | Variabel (Händler) | 3D-Secure, PIN | Ja |
| Google/Apple Pay | Mobile Zahlungen | Keine (für Nutzer) | Tokenisierung, Biometrie | Je nach Karte |
| Skrill/Neteller | E-Wallets, International | Variabel (Ein-/Auszahlung) | SSL, 2FA | Begrenzt |
| Prepaid-Karten | Budgetkontrolle, Anonymität | Variabel (Aufladung) | Begrenzt auf Guthaben | Nein |
Empfehlungen für verschiedene Anwendungsfälle
Die Wahl der passenden PayPal-Alternative hängt vom individuellen Bedarf ab. Für Online-Händler haben Stripe, Klarna und giropay umfassende Lösungen, die auf die Anforderungen des deutschen E-Commerce zugeschnitten sind.
Privatpersonen profitieren von der breiten Akzeptanz von Kreditkarten, der einfachen Nutzung von Google Pay und Apple Pay sowie der gebührenarmen SEPA-Überweisung. Wer besonderen Wert auf Datenschutz legt, findet in der SEPA-Überweisung und in Prepaid-Karten geeignete Optionen, da hier keine sensiblen Daten an Dritte weitergegeben werden.
Fazit
Die Auswahl der passenden PayPal-Alternative ist ein zentraler Aspekt für sichere Online-Zahlungen. Für den deutschen Markt stehen zahlreiche etablierte Bezahldienste zur Verfügung, die Sicherheit, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit gewährleisten. Ein sorgfältiger Vergleich der Optionen unterstützt dabei, die optimale Lösung zu finden, die zum Lebensstil passt.
Passende Artikel:
Die Bedeutung des Internethandels für das Weihnachtsgeschäft















